Reisebericht
USA 23.06.-23.07.2005
Bilder und Links in deutlich reduzierter Qualität. Originalqualität aller Bilder unter:
22.06.
Vorabend Check In am Flughafen Berlin Tegel
Tanja kommt mit mir zum Einchecken auf den Flughafen.
Aufgrund des Ferienbeginns sind überall sehr lange Schlangen an den Schaltern.
Zum Glück fliegen wir ja Linie mit Lufthansa. Hier werden wir sofort bedient.
Der Service war äußerst nett und man hat uns wunschgemäße Sitzplätze herausgesucht.
23.06.
Der Tag beginnt früh. Der Wecker klingelt um 04:00 Uhr.
Günther H. hat sich bereit erklärt, uns früh am Morgen zum Flughafen zu bringen.
Da wir unsere Bordkarten bereits geholt hatten (sehr ratsam!), konnten wir direkt zum Gate hinein und wären fast in den noch bereit stehenden früheren Flieger eingestiegen.
Als dann die Boarding Time erreicht waren, kam eine Durchsage, dass ein technischer Defekt am Flugzeug vorliegt und wir uns vorerst gedulden sollten. Zum Glück buche ich immer einen Verbindungs-Flug früher als unbedingt erforderlich, so dass wir noch ausreichend Zeit hatten.
Alle Folgeflüge waren wegen dem Ferienbeginn komplett ausgebucht. Nach einer Stunde Warten wurde begonnen, die ersten Fluggäste vom Flug zu nehmen, da die Verbindungsflüge nicht mehr erreichbar waren.
Nach Aussage der Techniker sei kein Ersatzteil verfügbar, so dass es zumindest bis Mittag dauern würde, dies zu beschaffen. Das hätte auch für uns erhebliche Probleme bereitet.
Nach insgesamt zwei Stunden Warten war das ausgefallene Teil provisorisch repariert, so dass wir unseren Flug aufnehmen konnten.
Für uns wurde es jetzt auch schon sehr eng. Natürlich musste der Flieger auf dem letzten Außenplatz in Frankfurt parken, so dass erneut Zeit verloren ging.
Fast
als Letzte haben wir unseren Jumbo bestiegen und unsere wohl
ausgesuchten Plätze eingenommen.
Natalie wollte mit Sabine zusammen und Julian und Tanja mit mir sitzen.
Erwartungsgemäß war es sehr kalt im Flugzeug. Aber alle waren mit warmen Sachen gut vorbereitet.
Der Flug war recht ruhig. Es war zwar oft bewölkt, die spannendsten Bereiche (Grönland und Kanada) waren mit guter Sicht fast wolkenlos.
Über
Grönland konnte man die großen Eisschollen, Eisberge
und
Gletscher bestaunen, wobei ich die Schneemenge für diese
Jahreszeit als äußerst gering betrachte.
Als erstes Essen hatten wir Hähnchen mit Gemüse und eine Art Pommes, was den Kindern nur z.T. geschmeckt hat. Aber der Kuchen zum Nachtisch!!!
Die nächsten vielen Stunden waren für die Kinder geprägt von Knabbersachen, Schokolade und Cola (zur Landung war der gesamte Vorrat aufgebraucht) holen und den Film ‚Oceans Twelve’ schauen.
Zum Abendessen hatten Sabine und Natalie Nudeln mit einer Sauce. Die nur Natalie geschmeckt hat.
Wir hatten wunderbares Kassler zum Essen.
Während der letzten beiden Flugstunden konnten wir schon den ersten Teil unserer weiteren Reise von oben bestaunen.
Die
überwiegend trockenen Gegenden, die runden
bewässerten Felder
und die Unmengen Schnee auf den Bergen und den Lake Tahoe.
Die
wenigen Turbulenzen bei der Landung hatten Sabine so zugesetzt,
dass sie ganz weiß angelaufen ist.
Die Einreise war mir etwas Warten (wie immer in der langsamsten Schlange gestanden) recht harmlos.
Auch alle Koffer hatten den Weg mit uns gefunden.
Der
Hotelbus brachte uns in das schöne Airport-Hilton,
wo leider die
Reservierung eines der beiden Zimmer untergegangen war. Nach
kurzer Suche wurde noch ein Zimmer gefunden, so dass unsere Erste
Nacht gesichert war. Das riesige Foyer hatte die Kinder
unheimlich begeistert
Zuerst jedoch noch einen Sprung in den Pool zur Entspannung.
Nachdem wir bei Cars Jr. ein zweites Abendessen in Form von wohlschmeckenden Hamburgern eingenommen hatten, haben wir lange genug durchgehalten und sind um 20:00 Uhr in unser Bett, in dem wir gut geschlafen haben, gegangen.
24.06.
Der erste Tag in USA
Erwartungsgemäß
war die Nacht aufgrund der
Zeitumstellung recht unruhig und kurz
Für 08:00 Uhr war unser Abholservice bestellt.
Allerdings kam keiner uns abzuholen.
Nach einigem Warten hatte ich angerufen wobei sich ergab, dass man uns wohl vergessen hatte und man sofort ein Fahrzeug losschickt.
Da die Cruise America-Station weit vom Flughafen entfernt ist, ist die Buchung des Abholservices (trotz erheblichem Aufpreis) sehr ratsam.
Unser Fahrzeug (ein 30’ Wohnmobil) war schon vorbereitet.
Hierzu folgender Hinweis: Das Fahrzeug nicht so ‚so groß wie nötig', sondern ‚so groß wie möglich’ buchen. Der Mehrpreis ist gering.
Nach der ersten Fahrt waren wir pünktlich zum Lunch bei Butz und Jim.


Zusammen
mit Jim haben wir uns mit den erforderlichen Utensilien in
diversen Geschäften eingedeckt, während die Kinder
den Pool
ausgiebig genossen haben.
Auf Bitten von Jim und Butz haben wir die erste Nacht bei ihnen verbracht, wobei Natalie und Tanja bei Stephanie geschlafen haben.
Zuvor waren wir noch in einem italienischen Restaurant Essen, wobei wir uns mit den reichlichen Essensresten gleich für den nächsten Tag eingedeckt haben.
25.06.
Abfahrt
Nach einem Besuch in einem RV-Geschäft (Chemikalien für WC uns Spezial-Toilettenpapier) geht es endlich Los.
Nach Norden über die Autobahn, vorbei an Downtown und einen kurzen Abstecher durch Hollywood. Sterne!
Überall
Palmen; die Kinder sind
begeistert.
Dann auf der 1 durch wunderschöne Wohngegenden, und dann an den Strand.
Hier eine längere Pause und die erste Bekanntschaft mit dem Pazifik.
An diesem Platz kann man direkt am Strand gegen eine geringe Gebühr über Nacht mit dem Wohnmobil stehen bleiben.
Das Wasser ist angenehm warm und die Luft sowieso.
Nach weiterer Fahrt haben wir auf einem Sportplatzparkplatz in Oceano übernachtet wir waren nicht die Einzigen und es hat keinen gestört
26.06.
Es zieht sich gewaltig



Weiter Richtung
Norden auf der 1 unterwegs schöne flache Strände,
hohe Felsen
und steile Schluchten, geprägt von bekannt karger Vegetation.


Wieder
einen
wunderschönen Strandstopp, der uns allerdings
zurückgelassene
Badeschuhe gekostet hat.


Zwischenstopp
auf einem Felsen mit wunderschöner Aussicht, Möwen,
Pelikanen
und Hörnchen.
Nach einer Kurve plötzlich Stillstand. Ein unendlich langer Stau. Die Polizei leitet den Verkehr wechselweise für beide Richtungen. Wieder mal hatte einer eine Kurve nicht richtig bekommen und ist mehrere hundert Meter fast senkrecht die Steilwand runter. Die Personen- und Fahrzeugbergung war im Gange.
Stopp
in Monterey mit einem
Hafenspaziergang (RV-Parkplätze vorhanden).

Hier
sehen wir
Seelöwen aus der Nähe und probieren diverse
Spezialitäten.
Abends fahren wir auf einen Aussichtspunkt an der 82 östlich von Half Moon Bay, an dem wir auch übernachten.
27.06.
Es ist kühl.
Auf Empfehlung (guter Tipp) fahren wir nach Milbrae südlich von San Francisco und parken auf dem kostenlosen Nahverkehrparkplatz.
Von dort fahren wir mit der Bart (S-Bahn) direkt in die Stadt (Fahrpreis mit $35 zwar hoch, jedoch ideal und günstiger als ein RV-Parkplatz in der Stadt).
Wir entschließen uns zu dem von AAA angebotenen kompletten Stadtrundgang zu Fuß mit über 10km Gesamtstrecke.
Lediglich die ca. 500m hoch zum Telegraph Hill haben wir mit dem Bus zurückgelegt (kann man problemlos auch gehen)
Das Wetter war durchweg kühl und von Nebel geprägt.
Allerdings hielt sich der Nebel an unserem Tag weit zurück, so dass wir alle Sehenswürdigkeiten genießen konnten.




Nach
dem Business-District
durch Chinatown und das
italienische Viertel.
Den Telegraph Hill sollte man auf jeden Fall mitnehmen, da man von dort einen hervorragenden Überblick über die Stadt, den Hafen und die Oakland Bay Bridge bekommt.
Nach der Cable Car und der Drehstation (muss!!) hinunter zum Hafen.
Dort mussten wir unseren Hummer und unseren Krebs vertilgen.
Dann die ganzen berühmten Piers mit Fishermans Warft.
Die
Anzahl
Seelöwen war dieses Jahr sehr
gering, so dass wir das berühmte Drängeln nicht
beobachten
konnten.
Dann kam unsere große Aufgabe. Wir waren auf der Suche nach dem Juwelier und dem Eisladen, in denen wir vor 17 Jahren waren.
Leider wurden in der Jefferson Street die ganzen schönen kleinen Läden abgerissen und durch große Häuser ersetzt, so dass die Suche erfolglos blieb.
In der Badebucht auf der Westseite des Hafens waren wie immer einige Langstreckenschwimmer in dem eisigen Wasser unterwegs.
Zurück
wollten wir mit der Cable
Car zur
Bart-Station fahren. Leider waren abends so viele Touristen an
der Station,
dass
das Warten
hoffnungslos
erschien
Somit entschlossen wir uns den Rückweg ebenfalls zu Fuß zurückzulegen.
Über Lombard-Street gingen wir durch einige Stadtviertel zurück zur Bart Station und zurück zu unserem Wohnmobil.
Übernachtet haben wir wie in der Nacht zuvor auf dem Aussichtspunkt.
Extrem kalter und dichter Nebel kam auf. Die Luft war so schwer, dass es unter den Bäumen, die das Wasser herausfiltern, regnete.
28.06.
Unser abwechslungsreichster Tag
Entlang der Küste zu den Cliff Rocks.
Bei eisiger Kälte haben wir die berühmten Felsen und die vielen Surfer beobachtet.



Nach
den
venezianischen Häusern an der Bayküste,
über Golden Gate
Bridge nach Norden.
Direkt nach der Brücke ist ein Aussichtspunkt mit Sanitäreinrichtungen, an dem man auch übernachten könnte.



Die
Herausforderung für das Wohnmobil waren dann die Fahrt durch
Sausolito
und besonders die enge kurvenreiche Fahrt nach Muir
Woods.
Ein Gang durch die t.T. 3000 Jahre alten Mammutbäume ist sehr begeisternd. Es werden schöne und beeindruckende Blicke möglich.
Gut eine Stunde Rundgang muss man hier einplanen.
Aus der Kälte und dem Nebel der Küste sind direkt nach den ersten Bergkuppen Trockenheit und Hitze überwiegend.
Lunch gab es unterwegs bei ‚Jack in the Box’ und einem Eis vom Mac Donalds zum Nachtisch.



Nächster
Punkt
war Sacramento. Die RV-Parkplätze waren in Umbau, so dass wir
uns nicht ganz vorschriftgemäß direkt neben der
Altstadt
abgestellt haben.
Ein befragter Polizist meinte, das sei zwar nicht erlaubt, Strafzettel würden sie jedoch nicht verteilen.
Hier gab es die Cowboy-Altstadt mit diversen Stors, den Schaufelraddampfern und dem Bahnhof mit historischen Zügen zu bewundern.



Dann
kamen die
grünen und bewaldeten Berge und Pässe bis fast 3000m
Höhe auf
dem Weg zum Lake Tahoe!!
Wir haben die 50er als Route
ausgewählt.
Von dort herunter über South Lake Tahoe die See-Route entlang.
Leider ist der Seezugang zum Baden (wobei eh zu kalt) inzwischen fast unmöglich.
Auch die berühmte Ponderosa Ranch (Bonanza) hat inzwischen zu gemacht.

Dann
wieder
hinauf auf die Pässe und auf knapp 3000m Höhe haben
wir dann
eine Schneeballschlacht gemacht.


Nächster
Stopp
war nach der nächsten Bergkuppe die Spielerstadt Reno mitten
in
der Wüste.
Eigentlich wollten wir im Circus günstig zu Abend Essen. Das günstige Essen war jedoch gekoppelt an in Spielen zu gewinnenden Punkten, was uns nicht so spontan gelang, so dass wir uns für das Büfett zum Regulärpreis entschieden haben. Essen bis zum Abwinken; allerdings nicht die beste Qualität.
Nachdem dann auch die Kinder im Kinderland ihre Kuscheltiere gewonnen hatten (recht einträchtig) ging es nachts weiter auf der 80 Richtung Osten.

Leider
hatten
wir Virginia City ausgelassen.
Übernachtet haben wir mitten in der 40 Meilen Wüste auf einem Rastplatz an der Autobahn.
29.06.
Ein verlustreicher Tag


Der
weite Weg
durch das Cowboyland Richtung Osten war geprägt von vielen
kurzen Stopps in historischen Westernstädten mit
überwiegend
lokal ausgeprägtem Tourismus. An einem schönen Park
haben wir
unser Mittag eingenommen.
Wenn man die Augen aufmacht und sich bei einem der vielen Touristeninformationen beraten lässt, kann man originale und noch in Takte Stadtzentren mitten in der Wildnis entdecken.
Dies hat unseren Zeitplan weiter durcheinander gebracht, so dass wir wieder nicht so weit kamen wie geplant.
Dinner gab es irgendwo auf der Strecke bei Wendy
Je weiter man sich Idaho nähert, desto mehr bewirtschaftete Felder waren zu sehen. Bewässert mit riesigen mobilen Bewässerungsanlagen, die historisch rund, inzwischen jedoch auch rechteckige Felder bewässern.
Einen super Tipp haben wir dann bei einer weiteren Informationsstelle erhalten.
An der 93 kurz vor Twin Falls gibt es einen winzigen Ort namens Hollister.
Dort gibt es einen Campingplatz mit Schwimmbad und heißen Töpfen, das aus heißen Quellen gespeist wird.
Von 20:00 Uhr bis 22:00 Uhr bedeutete das für uns Alle Abwechslung, viel Spaß und eine saubere Dusche.
Übernachtet haben wir auf Empfehlung eines netten Polizisten auf dem Parkplatz der nahe gelegenen Wiegestation
30.06.
Verborgene und unerwartete Höhepunkte


Etwas
östlich
von Twin Falls bildet
der Snake River die Shoshone Falls.
Wunderschöne Blicke auf die Wasserfälle und ein hervorragend angelegter Park.
Im selben Park - etwas im Verborgenen - befindet sich der Dierke See, an dem wir ausgiebig Pause gemacht und gebadet haben.




Der See
scheint
eine lokale Attraktion zu sein und ist als Badesee begehrt.
Auch unsere Kinder konnten sich kaum davon trennen, so dass es eine ausgiebige Pause wurde und man reichlich Bekanntschaft mit dem kühlen Nass bei hoher Umgebungstemperatur machen konnte.
Lunch gab es an den dort befindlichen Picknickplätzen.


Nach
Norden
nicht der 93, sondern der 75 folgen um an diversen zu
besichtigenden Höhlen und Indianersouveniers
vorbeizukommen.
Besichtigt haben wir die Ice Cave, die mitten in der Wüste ganzjährig Temperaturen unter dem Gefrierpunkt aufweist, so dass das eindringende Regenwasser zu Eis gefriert. Nach der Entdeckung (Mitte 19. Jhr.) wurde das gesamte Eis ausgebracht um Getränke zu kühlen.


Dann folgt man
der 20 und kommt zu den ‚Craters
of the Moon’.
Bitte
nicht links liegenlassen, sondern ausreichend Zeit für diese
Attraktion einplanen.
Der Park ist rund um die Uhr geöffnet, und bietet für $5 pro Fahrzeug reichlich Attraktionen.
Die Lavamassen und –ströme sind beeindruckend.
Diverse Rundgänge erläutern die Entstehung, der Krater selbst und die aufstrebende Pflanzenwelt.
Mitten in der Hitze war einer der Krater noch mit Schnee gefüllt, da die Sonne hier keinen Eingang findet.
Besonders interessant ist die Besichtigung der 4 auf eigene Gefahr begehbaren Höhlen. (Achtung: brauchbares Schuhwerk, sicherer Tritt, tlw. Klettern und eine hochwertige Taschenlampe sind Voraussetzung). Der Aufwand auch der paar Kilometer Wegstrecke lohnt jedoch.
Wie an vielen anderen Stellen, sind auch hier Adler zu beobachten.
Übernachtet haben wir wieder auf einem Rastplatz in der Nähe von Arco.
01.07.
Nach weiterer Fahrt und Auffüllen aller Tanks kamen wir mittags in den Yellowstone Park an.
Zu Beginn zwei Hinweise:
Wir haben uns für zwei Übernachtungen im Campingplatz in Grand Village ganz im Süden am großen See entscheiden. Er bietet überdurchschnittlichen Komfort zu einem günstigen Preis von $18 / Nacht. Auch wenn jeder darauf hingewiesen wurde, dass am Vortag im direkten Umfeld zwei Bären gesehen wurden und spezielle Verhaltenregeln einzuhalten sind.
Im Park angelangt kamen wir vor all den Sehenswürdigkeiten kaum voran. Die vulkanische Natur hat allerlei Überraschungen für uns vorbereitet. Heiße Quellen, Geysire, Seen mit Anglern mitten im Wasser, …
Klar zu sehen sind die bei unserem Besuch vor 17 Jahren geschehenen gravierenden Zerstörungen in der Pflanzenwelt und der sich langsam erholenden Wälder.
Die ersten Tiere die wir entdeckt haben waren Elche
Überall gibt es Abstecher zu wunderschönen Seen, Wasserfällen.
Und plötzlich waren sie da: Der erste Bison in der Ferne, dann mehrere und dann auch in der Nähe. Auch wenn die Tiere überwiegend friedlich sind, gibt es gerade mit jenen gefährliche Zwischenfälle, worauf überall Schilder hinweisen.
Dann musste ich stark bremsen. Kommt da ein Hirsch aus dem Wald mitten auf die Straße.
Was war denn das? Keine 50m neben mit liegt ein Wolf im Gras. Da er nichts von mir möchte, mache ich ein paar Fotos und fahre weiter.
Letzter Höhepunkt des Tages war der große Geysir Old Faithfull. Alle ca.94 Minuten spuckt er das Wasser bis auf 30m Höhe.
Als wir ankamen war das Wetter ganz OK; während dem Warten kam ein heftiger Schauer auf, so dass wir uns in unser Heim verzogen haben. Kurz bevor Old Faithfull aktiv wurde, erstrahlte der Himmel jedoch wieder in strahlendem blau, so dass wir in den vollen Genuss der ganzen Pracht kamen.

Hier
auf 2300
– 3000m Höhe ist es tags gut Warm, nachts jedoch
bitterkalt, was sich auch an dem stellenweise sichtbaren Schnee
ablesen lässt.
Das haben wir in der Nacht deutlich zu spüren bekommen und uns mehrfach eingepackt.
Hier einige Bilder vom ersten Tag:
02.07.
Ein weiterer ganzer Tag Yellowstone?
Und selbst das ist noch zu wenig!
Nach weiteren eindrucksvollen Quellen und deren unterschiedlichsten Ausbildungen ging es zu dem großen Canyon und den hohen Wasserfällen.
Mehrere Stunden Zeit und gute Kondition muss und sollte man mitbringen um das richtig genießen zu können. Immerhin geht es 328 Stufen steil hinab in die Schlucht. Öfters war große Überredungskunst nötig um die Kinder für den nächsten Weg zu begeistern, der sich jedoch immer voll gelohnt hat.
Zur Fahrt sollte man auch immer die etwas weiteren kleineren Wege, die von der Hauptstraße abgehen nutzen um das dort Verborgene zu entdecken
Und da waren sie wieder: Bisons; einzelne, Gruppen weit und auch nah; fast zum Streicheln. Manchmal haben sie einem auch den Weg versperrt.
Als letzten großen monumentalen Höhepunkt fahren wir die Hot Mammuth Springs ganz im Norden des Parks an. Der Anblick ist für uns total enttäuschend. Fast die gesamte ursprünglich riesige Anlage ist trockengelegt und zerstört. Lediglich an zwei Stellen ist die Ursprünglichkeit noch zu sehen. Aber auch diese lohnen sich noch aufgrund der Einmaligkeit.
Insgesamt war es ein extrem stürmischer tag, so dass immer wieder Bäume von den Straßen weggezogen werden mussten und es beim Fahren gelegentlich mulmig wurde.
Zum Abendessen haben wir unser RV auf einem der vielen Picknickplätze abgestellt. Plötzlich ein Aufschrei von Julian – Elch -. Und tatsächlich waren wir plötzlich umzingelt von einer ganzen Herde von Elchkühen mit Jungen.
Die Bilanz waren viele Rehe, Hirsche, Bisons, drei Wölfe, einen Hasen, eine Zwergkaninchen, einige Hörnchen und einen Biber direkt vor uns.
Die Wahrscheinlichkeit Bären direkt an den Fahrwegen zu sehen ist gleich null, so dass auch wir die Hoffnung auf diesen Glücksfall aufgegeben haben.
Die Nacht war
wiederum extrem kalt. Kein
Wunder, bei dem Schnee, der auf gleicher Höhe lag.

Hier einige Bilder vom zweiten Tag:




03.07.
Der erste
große Weg nach Süden
Üblicherweise fährt man denselben Weg zurück über West Yellowstone, Iadahow Falls und Twin Falls nach Salt Lake City.
Wir haben uns für die Alternative über die 89 entschieden, was wegmäßig zwar kürzer, jedoch durch Ortschaften geht.
Und wir haben es nie bereut.
Nach dem ebenfalls in Mitleidenschaft gezogenen Rockefeller Park geht es weiter am Snake River entlang durch den unberührten Teton Nationalpark.

Schöne
Blicke
auf schneebedeckte 4000m Berge und Wälder und Täler.
Plötzlich bleiben alle Autos stehen.
Zuerst wissen wir nicht warum. Sind da Bisons, Elche oder Hirsche.
Und da ging er. Ca. 100m neben uns ging ein Bär gelassen durch das Gras parallel zur Straße. Die vielen Autos scheinen ihn nicht zu beunruhigen.
Als jedoch nach 5 Minuten weitere Autos von einer zweiten Seite auf ihn zukamen fühlte er sich doch unsicher und spurtete in ungeahnter Geschwindigkeit davon.
Am Südrand des Teton Parks liegt die Touristen-Ski-Stadt Jackson. Die ganze Stadt ist voll auf Western hergerichtet und somit ein Augenschmaus
Weiter ging dann die überwiegend neu ausgebaute 89 durch viele weitere kleine Nationalparks, über Pässe, durch kleine Schluchten und über saftige Wiesen.
Nach einiger weiter Fahrt kommt dann ein schön gelegener See namens Bear Lake, in dem überall Wassersport getrieben wird. Da der Zugang überwiegend privat gesperrt ist, konnten wir erst in Garden City über einen öffentlichen Zugang zum See.
Der Strand ist sehr flach und das Wasser angenehm. Allerdings haben uns bremsenartige Tiere schnell den Spaß verdorben.
Weiter nach Salt Lake City übernachten wir auf einem Walmart Parkplatz in Birham City
04.07
Weiter
nach
Süden
Die Fahrt war kurz nach dem Start schon wieder zu Ende.

Der
Große
Salzsee und das daran liegende Strandbad haben uns so sehr
angelacht, dass wir bereits nach 10 Minuten eine ausgiebige
Strand- und Badepause eingelegt haben.
Der See war aufgrund der übermäßigen Schneemengen aus dem Winter ungewöhnlich voll und kalt.
Leider liegt den Einheimischen das Jet- und Boot fahren mehr als das Schwimmen, so dass der Zugang zum Wasser erheblich behindert war.
Außerdem schmeckt der See überhaupt nicht salzig, was ich nach der Rückkehr noch hinterfragen muss.
Wie man sieht, kann man hier auch ohne Wasser Boot fahren.
Nachdem wir genug von der Hitze hatten, ging es auf der 15 weiter nach Salt Lake City.


Neben
der sehr
gepflegten Stadt sind die Hauptattraktionen das Capitol
von Utah und die
Tempelstadt.
Aufgrund von Renovierungen war das Capitol geschlossen und die Kinder hatten überhaupt kein Interesse an der Tempelstadt.
Da wir es schon gesehen hatten, haben wir uns weiter auf den Weg nach Süden gemacht.
Das Benzin ist nirgends so günstig wie südlich von Salt Lake City.
Wir haben den Tipp bekommen, nicht nur den Brcye Canyon anzufahren, sondern die gesamte 12 durch mehrere Parks ab Torrey abzufahren.
So nahmen wir den mühsamen und z.T. langatmigen weg über die 50 und die 24 auf uns in der Hoffnung auf einen eindrucksvollen nächsten Tag.
Übernachtet haben wir auf einen Platz ca. 2 km nach Torrey
05.07
Was bringt die 12?


In
völliger
Abgeschiedenheit haben wir von dem Trubel zum 04.07. nichts
mitbekommen und eine ruhige Nacht verbracht.
Obwohl wir den zusätzlichen kleinen Umweg über den Capitol Reef Nationalpark nicht gemacht haben, gab es keine Sekunde, an dem wir den Weg über die 12 bereuen mussten. Es stellt sich die Frage, warum der Weg eigentlich recht unbekannt ist. Vermutlich aufgrund einer stellenweise etwas anspruchsvolleren Fahrt, die für Reisebusse nicht so nahe liegend ist.
Das erste Stück ist geprägt von schönen weiten Panoramen, unterschiedlichster Fels und Gebirgsformationen und einer Straße, die wieder auf 3000m hoch geht. An einer weiteren Visitor-Information hat man uns den Abstecher in den Burr Trail empfohlen, der für RV's trotz mehrerer Warnschilder gut befahrbar sei.




Das war
einer
der beeindruckensten
Strecken, die wir zurückgelegt haben.
Meile für Meile wird es spannender, aber nach ca. 15 Meilen
geht
es erst richtig los. Man fühlt sich mit dem Wagen wie am Grund
einer Mischung aus Bryce
Canyon und Grand Canyon. Wir sind knapp
30 Meilen hineingefahren,
bevor wir den Weg zurück wieder
angetreten haben. Aber auch der weitere Weg über die 12 hat
noch
vieles zu bieten. Höhepunkt ist wohl das Stück
zwischen Boulder
und Escalante, wo man
sich einmal mit dem Fahrzeug mitten auf dem
Grat zwischen zwei Canyons befindet.


Besonders
beeindruckend soll das ‚Hole in the
Rock’ kurz vor Escalante
sein. Dieser Trail ist
55 Meilen lang und nur mit Geländewagen
befahrbar, so dass wir dieses Ereignis nicht genießen
konnten.
Über Berichte und Bilder von jenen, die das machen konnten,
würden wir uns sehr freuen.
Mittags-
und
Badepause war dann an einem
kleinen See (mit Campingplatz) kurz hinter Escalante.
Nachdem die Kinder Kontakt gefunden hatten und gemeinsam geschwommen sind und geangelt haben, haben wir uns entschlossen, auch die Nacht dort zu verbringen.
Kein Platz, den man unbedingt in sein Reiseprogramm aufnehmen muss, einen Standplatz für $14 mit See, sauberen WC's, warmen Duschen frischem Wasser und Abwasserentsorgung ist jedoch ganz OK.
Die Hitze hat abends deutlich nachgelassen, so dass man gut schlafen konnte.
06.07.
Weiter entlang der beeindruckenden 12 Richtung Westen

Immer
weitere
Formen und Farben gibt es zu entdecken. Erster Anlaufpunkt,
jedoch mit nur kurzer Zeitscheibe sollte der Kodachrome bei Canyonville
sein. Man jedoch Eintritt verlangte und wir nur kurz durchfahren
wollten und wir uns keine noch weitergehende Farbenpracht
vorstellen konnten, haben wir diesen Teil ausgelassen und sind
direkt zum Bryce Canyon
gefahren. Dort muss man sich auf jeden
Fall auf einen mittleren Fußmarsch bei großer Hitze
einstellen
und aufreichend Getränke mitnehmen.
Leider war der bei weitestem beeindruckenste Trail, der Navojo Loop wegen Instandsetzungen gesperrt, so dass wir auf den auch schönen Queens Trail ausweichen mussten.
Hier einige Bilder:
Nach dem Bryce
Canyon folgt auf der 12 der ebenfalls eindrucksvolle Red Canyon,
der einige Elemente des Bryce
Canyons beinhaltet.

Auf dem weiteren Weg nach Süden wurde uns der Hinweis gegeben, dass die etwas abgeschiedene und schwieriger zu erreichende North Rim eindrucksvoller sein soll, als die verkehrsgünstigere erschlossene und von Touristen überhäufte South Rim, die wir vom letzten Besuch schon kannten.
Der Weg dorthin
ging wieder auf eine
Höhe von fast 3000m. Völlig überraschend
fanden wir uns nach
trockener Steppe plötzlich in dichtem Wald und grünen
Wiesen
wieder. Am Eintritt zum Grand Canyon trafen wir auf einen
äußerst hilfsbereiten Ranger,
indem er uns erklärte, dass es
deutlich kostengünstiger ist, eine Nationalpark-Jahreskarte zu
nehmen, als immer Einzelkarten zu bezahlen.
Indem er uns bei der Erstellung dieser Karte alle bereits bezahlten Eintrittsgelder verrechnete, bekamen wir diese $50 Karte fast umsonst und konnte sie dann weiter intensiv nutzen.
Warnschilder wiesen uns auf im Park befindliche Waldbrände hin, die jedoch keine Gefahr bedeuten sollten.
Dann sahen wir eines der uns noch fehlenden Tiere: eine Klapperschlange. Allerdings so – überfahren auf der Straße – war sie uns deutlich lieber, als unvorhergesehen in der Wildnis.




Nach
einem
kurzen Fußweg waren wir am Aussichtspunkt und konnten die
grandiose Aussicht und die Rauchschwaden der Waldbrände sehen.
Der Weg führte uns dann weiter auf der 89A Richtung Lake Powell. Es ging dann wieder herunter auf ca. 1300m. direkt hinter der Coloradobrücke Navajo Bridge am Marble Canyon haben wir uns zur Übernachtung abgestellt.
Es war eine unerträglich heiße Nacht mit grandiosem Panorama
07.07.
Eine weite Fahrt
Morgens um halb 9 Uhr wurde es plötzlich unruhig, da Indianerinnen damit begonnen, an ihrem angestammten Platz auf unserem Parkplatz ihre Schmuckstücke zum Verkauf aufzubauen
Der direkte Weg über die 89A und die 89 zum Glen Dam und zum Lake Powell.

Nach
Besichtigung des Prachtbauwerks und des Visitor
Centers sind wir
weiter zum See selbst zum Baden.
Wir waren ziemlich einsam am ‚Strand’, der leider
nicht optimal gepflegt, jedoch
gut
nutzbar ist. Das Wasser ist wunderschön sauber und warm.
Allerdings gibt es bei ca. 40°C und blauem Himmel hier in der Wüste keinerlei Schatten, so dass das Badevergnügen eher kurz ausgefallen ist.
Dann kam der weite Weg über die 89, die 389 und die 59 zur 15 in Richtung Las Vegas.
Hindurch
durch
die weiten Wüsten und
Berge von Arizonas und Nevadas.
Die Kinder durften zum Zeitvertreib während der Fahrt auf meinem Notebook mehrere Spielfilme ansehen. Ansonsten haben sie bei der Fahrt eh nur geschlafen oder Game Boy gespielt.
Eigentlich wollten wir unterwegs irgendwo übernachten, haben jedoch trotz mehrerer Anläufe keinen geeignet Platz finden können.
Hierbei muss man bedenken, dass bei extremer Hitze eine Stelle mit Stromanschluss für die Klimaanlage zwingend erforderlich ist.
Dann
tauchte
plötzlich nach einer
Anhöhe ein Lichtermeer aus dem Nichts vor uns auf.
Da war es: Las Vegas.
Unser
Ziel war
ein RV-Platz direkt am
Circus Circus. Leider
wollten die für einen Stellplatz statt der
angekündigten $21 jetzt $45 haben. Das war uns trotz
nachtschlafender Zeit zuviel, so dass wir zum RV-Park Riviera
direkt an der Sahara-Straße für $19,44 bei
Komplettservice
ausgewichen sind, bei dem man zu jeder Zeit An- und Abreisen
kann. Da man sich nur eine Straße merken muss liegt er ideal
zum
Strip.
Die Nacht war wiederum sehr unruhig. Wir hatten zwar Strom, die Klimaanlage lässt sich jedoch so schlecht regeln, dass man entweder friert oder schwitzt, so dass wir nachts laufend geregelt haben.
08.07.
Mein Geburtstag
Aufgrund der nicht berücksichtigten Zeitverschiebung kamen die meisten Grüße bereits am Vorabend zwischen 23 und 24 Uhr, Einzelne konnten jedoch richtig rechnen und haben sich am Morgen gemeldet.
Nach ausgiebiger Schwimmbad- und Duschnutzung haben wir uns entschieden, eine weitere Nacht auf diesem Platz zu verbringen und einen ganzen Tag für Las Vegas einzuräumen. Am Abend wollten wir gut Essen gehen.
Bis zum Nachmittag haben wir uns in einem Outlet-Store am Flughafen umgeschaut.
Erwartungsgemäß nicht sehr erfolgreich. Heeleys (ein großer Renner hier) für Julian und eine riesige Familienpizza für $13.
Als besondere Ziele für den Abend haben wir uns Sahara, Treasure Island und New York New York vorgenommen.
Ein großer freier Parkplatz befindet sich hinter dem Luxor. Nach Besichtigung dieser Gebäude sind wir zum Excalibur gefahren (eine Hochbahn verbindet die Komplexe).

Dann
ging es
weiter zum New York New York. Die dortige Achterbahn ist mit
$12,50 recht teuer ($5 Rabattgutscheine kann man im
Stadtführer
finden) und nur für größere Kinder
zugelassen.
Außerdem ist das mit dem günstigen Essen in den großen Häusern nicht unbedingt angesagt. Hierzu müsste man in kleine oder Häuser außerhalb des Zentrums ausweichen.
Verfallen
sind
wir dann zuerst in den
Spieltrieb im Kinderland und dann ins Sammeln von Gewinnpunkten.
Auf jeden Fall haben sich die $5 sowohl in Form der Gewinne, als
auch in den vielen unterhaltsamen Stunden für die Kinder
bezahlt
gemacht.
Somit waren dann auch der Geburtstag und die restlichen Casinos hinfällig.
Die Nacht verbrachten wir wie schon gewohnt.
Auf historischen Wegen immer nach Süden
Nach weiterer Nutzung aller Campingplatzeinrichtungen (incl. günstiger Waschmaschinen) haben wir uns um 12:00 Uhr auf den Weg gemacht.
Erster Halt sollte eine Marshmallowfabrik im Süden der Stadt sein. Wir haben sie nach langer Suche auch gefunden, leider war sie inzwischen geschlossen.


Dann
ging es
zum
Hoover Dam und dem Lake Mead.
Noch ist der Damm nach einer Sicherheitskontrolle direkt mit dem Fahrzeug befahrbar. Bis 2008 soll eine Brücke dahinter das vermeiden.
Die kurvenreiche Fahrt ist verkehrsreich und Parken in der Nähe des Damms ist fast unmöglich. Dann gibt es noch einen Aussichtspunkt auf den Lake Mead.
Das Baden hier (obwohl einige Einheimische am ‚Strand’ waren) wurde zu einem Alibibad von Natalie und Tanja (Julian schlief die letzten beiden Nächte nach). Das Wasser hatte 30°C und die Luft war so heiß, dass die Haut im strammen Wind zu brennen schien.
Schnell zurück in das klimatisierte RV.

Wir
haben uns
auch weiter für Alternativrouten entschieden. Auf der 95 nach
Süden bis zur 40, dann auf dem ‚Old National Trail
Highway’, einem Stück der berühmten Route
66 bis nach Ambey
und von dort nach Süden bis nach Twntynine
Palms.


Auf der
Strecke
durch wirklich trostlose, trockene Gegenden sieht man überall
verfallene und verlassene Dörfer oder viele einzelne
Höfe
inmitten von ‚Nichts’.
Im überraschend großen Ort Twentynine Palms haben wir bei einem gepflegten Mexikaner nicht allzu gut gegessen.
Die lange Suche nach dem städtischen Campingplatz blieb deshalb erfolglos, da er bereits seit Jahren geschlossen ist.
Alternative wäre einige Meilen zurück ein sehr teurer Platz am Golfplatz gewesen.
Da keine Alternative absehbar war, haben wir uns dann für eine Übernachtung am Parkplatz vom Sportzentrum entschieden.
Die Rasensprenger sorgten irgendwann sehr spät für ein wenig Abkühlung.
10.07.
Gleich bei Twentynine Palms geht es in den ‚Joshua Tree National Park’ mit mehreren Campgrounds für $5 / Nacht (haben wir leider nicht gewusst).
Er ist wirklich lohnenswert, da kaum zu glauben ist, wie schnell und schlagartig sich unterschiedliche Wüstenarten und –ausprägungen wechseln können.
Diverse Formen und Vegetationen sind zu sehen. Man könnte auch eine Goldmine besichtigen. Vom Key View aus kann man Palm Spring in der Wüste, den Salzsee und diverse schneebedeckte Berge bestaunen.
Diverse Arten von Hörnchen, und Echsen haben wir gesehen, außerdem auch eine überfahrene rote Wüstenschlange, jedoch keine der 5 dort ansässigen Klapperschlangenarten.
Weiter
in das
begrünte Palm Springs, in
dem wir übernachten, uns am Sonntag jedoch nicht allzu
empfangen
gefühlt haben, so dass wir uns nur für einen kurzen
Besuch
entschieden haben.
Wir haben uns dann eher auf einen schönen Campingplatz (unerträgliche Hitze) am Strand des Salzsees eingestellt.

Die Fahrt nach
Süden entlang der 86 ging
an prächtigen Palmenplantagen, Orangen, Trauben und vermutlich
Reisfeldern vorbei.
Die Gegend wurde jedoch jede Meile trostloser.
Nach Oasis war dann nur noch heruntergekommen Armut anzutreffen.
Der erste Campingplatz weiter im Süden am See war so heruntergekommen, dass wir gleich zum Nächsten gefahren sind.
Dort meinte der Besitzer, dass er nur noch Gäste aufnimmt, die bereits vor 1985 Stammgäste waren und sein Stromnetz unser Fahrzeug nicht aushalten würde.
Er empfahl uns zwei Plätze weiter im Süden.
Der erste der beiden lag direkt am See und mit $11 sehr günstig. Ein Blick an den See hat uns dann jedoch gereicht; eine stinkende, braune, abstoßende Kloake, die diesen heruntergekommenen Platz nicht erträglicher machte.
Der zweite Platz mit Swimming Pool war mindestens genauso heruntergekommen, so dass wir uns für den Rückweg nach Oasis entschieden haben.
Der Campingplatz dort ist mit $29 zwar nicht ganz billig, aber bestens zu empfehlen. Alle Anschlüsse, Swimming Pool, Duschen, Internetzugang, Spielraum, … und komplett sehr gut erhalten und bestens gepflegt. Als Bonbon ist es zulässig, die reichlich vorhandenen Bäume (Orangen, Grapefruit, Zitrone, Dattel, …) zu ernten und zu verspeisen. Wir fanden reichlich reife Grapefruits und gut gereifte Orangen vor.
Da wir außerhalb der Saison waren (45°C sind zu viel) waren wir die einzigen Gäste.
Der Abend klang nach dem Swimming Pool und reichlich gebratenen Steaks aus.
Dort haben wir auch erfahren, dass der einst mit Tourismus, Wassersport und Badestränden florierende Salzsee vor ca. 20 Jahren umgekippt ist und bisher nicht mehr gerettet werden konnte. Alles im See sei Tot.
Die Nacht war aufgrund der bekannten Unzulänglichkeiten der Klimaanlage wieder etwas ungemütlich.
11.07.
Nach dem Höhepunkt; Ende der Hitze
Wir
nutzen die
Einrichtungen bis 12:00
Uhr voll aus. Die Kinder wollten den Platz eigentlich gar nicht
mehr verlassen.


Wir
wollten
jedoch weiter zu unserem nächsten Anlaufpunkt San Diego, wo
wir
mehrere Tage verbringen möchten.
Auf der 86 weiter Richtung Süden entlang des Salzsees in reinster verlassener Wüste und dann auf der 78 Richtung Westen.
An einer besonders eindrucksvollen Stelle blieben wir stehen und ich stieg aus um ihn zu genießen.
Da war der Höhepunkt. Da wir kein Außenthermometer hatten wussten wir nicht, wie hoch er war, jedoch 50°C im Schatten (den es ja nirgends gab) waren es bestimmt.
Außer mir verzichteten alle darauf.



Weiter auf der
78 kamen wir dann im Gebirge in den Ort Julian.
Ein Touristisch sehr gut erschlossener ehemaliger Goldminenort, der besonders für Feriencamps vorbereitet zu sein scheint. Allerdings auch hier sehr große Hitze, wobei man im Winter wohl Ski laufen kann.
Berühmt ist wohl auch der Apfelkuchen (!!) aus Julian, wobei wir ihn bei der Hitze nicht probiert haben.
Etwas durcheinander ging es dann weiter durch Pferdezuchten Richtung Westen, bis wir in La Jolla (Vorort nördlich von San Diego) herauskamen.
Erfolglos irrten wir dann im eng gebauten Ort herum um eine Visitor Information zu finden, haben dann jedoch beschlossen, noch ein wenig ans schöne Meer zu gehen und die Beine in den hohen Wellen zu baden.
Dort gab es Taucher und Seehunde direkt um die Felsen.
Die Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit trieb uns nach Norden, wobei dichte Wolken aufzogen und es sehr deutlich abkühlte.
In Encinitas gab es den ersten staatlichen Campingplatz direkt am Meer. Allerdings war er wie immer ausgebucht und man gab uns den Hinweis, etwas weiter nach Norden nach Carlsbad zu fahren, da dort ein weiterer Platz sei.
Auch dort war alles ausgebucht; man gab uns jedoch den Hinweis, morgens vor 9 Uhr anzufragen, da überwiegend nur tageweise vermietet wird. Die Nacht könnten wir auf dem Parkplatz des ca. 1 km im Landesinneren gelegenen Ralphs Einkaufszentrum verbringen, was wir so auch machten.
Außerdem konnten wir dort auch noch einkaufen und bei ‚Jack in the Box’ (Liebling der Kinder) Abendessen.
12.07.
Der verschenkte Tag
Eigentlich hatten wir viel vor; Alles was San Diego so zu bieten hat.
Nach dem wie immer viel zu späten und mit viel Tra Ra verbundenen Aufstehen ging die Fahrt in Richtung Süden.
Voller Enttäuschung nahmen wir die weiterhin dichten Wolken war.
Direkt an der Mission Bay befindet sich eine schön angelegte und wie immer sehr bemühte Visitor Information (übrigens mit Frischwasser und Dumpig Station), einem schönen Spielplatz und einem schön angelegten Park direkt am Wasser.
Dort sagte man uns auch, dass das Wetter weiterhin heiß und schön bleiben soll. Offensichtlich zieht es sich nachts vom Meer her immer zu.
Nach der Umfahrung der Mission Bay, an der sich neben Sea World noch ein weiterer kleiner Vergnügungspark befindet (machte uns nicht so an) wollten wir ein wenig im empfohlenen Einkaufgebiet Fashion Valley an der Friars Straße bummeln gehen.
Aufgrund der Größe der Anlage und unseres immensen Einkaufserfolges (besonders für Julian und Natalie) zog sich das recht lange hin.
Als wir dann nach mehrmaligen Verfahren unseren Campingplatz erreicht hatten waren die dunklen Wolken wieder da, so dass wir nicht mehr baden gehen konnten.
Das Wasser war entgegen San Diego braun und etwas unschön.


Ein
Strandspaziergang und Holzsammeln zum Marshmallowgrillen
machte
jedoch auch viel Spaß. Unmengen von Muscheln lagen im Strand.
Das Feuer brannte schön mit dem Treibholz, allerdings hatten wir gar keine Marshmallows mehr.
13.07.
Ein entspannter Tag mit Überraschung
Da an diesem Campingplatz täglich bis 09:00 Uhr verlängert werden muss und die Mädchen unbedingt länger bleiben wollten, hatten sie diese Aufgabe übernommen. Allerdings waren sie nicht wach zu kriegen, so dass Julian und ich sich opferten, die 1,5 km zur Anmeldestation zu gehen.
Auf dem Rückweg sehen wir im Wasser drei Rückenflossen direkt hinter den Surfern. Drei Wale schwimmen gemächlich im seichten Wasser am Strand entlang. Die ganzen 1,5 km begleiten sie uns und biegen dann ins tiefe Wasser ab. Später am Tag tauchen sie wieder auf.
So haben wir beschlossen, einen ruhigen Tag mit Strand und Baden einzulegen.
Die
Mädchen machten sich sogar auf, zum ca.
3 km entfernten Einkaufszentrum zu gehen um Marshmallows
für den
Abend zu besorgen.

Das Wetter blieb durchweb bewölkt und das Rätsel mit dem Wasser hat sich auch gelöst.
Bei Ebbe ist es schön und klar, bei Flut wird es durch den aufgewirbelten Sand bräunlich.
Julian und ich haben dann Bodysurfing im Pazifik betrieben und die Mädchen haben die Bekanntschaft vom Vortag weiter vertieft um dann zusammen mit denen mit den Buggiebords ins Wasser zu gehen.
Alle (außer Sabine) hatten enormen Spaß mit den Wellen.
Man kann genau 4 Arten von Wassersportlern voneinander unterscheiden:
- Die Wellenreiter sind am weitesten im Wasser, sitzen auf den Brettern und warten auf Wellen
- Die Buggieboardsurfer sind die nächste Gruppe, die wild und heftig in den Wellen herumtollen
- Die Wassertoller, die im etwas seichteren Wasser spielen oder schwimmen
- Die Frauen / Mütter, die am Strand sitzen und tratschen.
Abends wurde wieder Feuer aus Treibholz gemacht, und Hot Dogs und endlich die Marshmallows gegrillt.
Und: Einige hatten einen enormen Sonnenbrand erhalten. Am schlimmsten hat es mich erwischt. Obwohl überhaupt keine Sonne zu sehen war und es im Wasser eher kühl war, waren der ganze Rücken und die Brust feuerrot.
14.07.
Ein Wunder geschieht
Nachdem es die Mädchen geschafft haben, einen weiteren Tag zu verlängern, haben wir es langsam angehen lassen.
Wir haben uns auf die Suche nach dem Outlet Store in Carlsbad gemacht. Trotz intensiver Suche war die Ausbeute gleich null. Die Preise sind an der Westküste deutlich höher als sonst.
Nach der Versorgung mit weiteren Lebensmitteln und dem Mittagessen bei ‚Jack in the Box’ sind wir an den Strand.
Da geschah das Wunder: mehrmals kann die Sonne für eine halbe Stunde heraus. Wir zogen es jedoch Alle vor, im T-Shirt zu baden.
Nur Sabine legte sich im Bikini am Strand auf die Decke.
Plötzlich ein Aufschrei vom Strand. Eine große Welle hatte sie mitten auf ihrer Decke erwischt und alles war schlagartig im Wasser. Sie rettete alles und legte es etwas höher. Wir mussten dann noch mehrmals wandern. Die Flut war deutlich höher als sonst und hat sämtliche Strandburgen am Strand zerstört.
Dann ein Aufschrei von Natalie. Eine Qualle hatte sie erwischt und an Arm und Bein zu erheblichen Schmerzen geführt. Nach dem Auftrag von Essig (Empfehlung der Einheimischen) war alles nach einer viertel Stunde wieder vorbei.
Der Abend bestand wieder aus Hot Dog und Marshmallows (mit Schokolade und Keks) grillen und aus Spielen mit der Nachbarsmädchen.
15.07.
Erster Tag Sea World
Trotz Stau sind wir um 09:05 auf den Parkplatz gefahren. Das bedeutet, die Mädchen haben ihr Versprechen wahr gemacht und sind tatsächlich früh aufgestanden und haben sich fertig gemacht.
Hier ein paar Tipps zum Eintritt: Wir haben uns für den 14 Tage Value Pass entschieden (Sea World und Universal Studios). Reduzierte Einzeltickets gibt es an der Visitor Info an der Mission Bay. Kinder (bis 9) zahlen mit ADAC wohl nur die Hälfte. Hinzu kommen noch $10 pro Tag für den Parkplatz. Wochenenden sollte man meiden.
Hat man nur einen Tag Zeit (offen von 09:00 – 23:00) sollte man die Reihenfolge gut durchplanen und um 09:00 mit den Fahrgeschäften starten. Jede Show und jedes Fahrgeschäft ist seine Anwesenheit Wert. Wichtig ist nur: leicht trocknende Kleidung tragen und Plastiktüte für die Wertsachen, denn man wird – wie man überall gewarnt wird - nicht nass, sondern eher getaucht. Ein besonderer Geheimtipp sind die Wal-Abendshow (eine eher lose Aneinanderreihung aller Höhepunkte), das Feuerwerk und der abschließende Tanz.
Die Kinder konnten Seesterne, Rochen und Delphine streicheln.
Zum Mittagessen im RV kann man den Park problemlos verlassen und wieder betreten.
Übernachtet haben wir dann (nicht als Einzige) auf dem Walmart Parkplatz an der 805 (zwei Ausfahrten nördlich der Kreuzung mit der 163). Nicht ganz leise, aber ganz gut bewacht.
16.07.
Zweiter Tag Sea World
Wir haben alles noch mal genossen. Und in allen Shows gab es neue Höhepunkte zu entdecken. Die verschiedenen Trainer variieren die Shows deutlich.
Hier diverse Fotos von den beiden Tagen:


17.07.
Nach erneuter unproblematischer Nacht beim Walmart haben wir bei der Visitor Info an der Mission Bay die Tanks geleert bzw. aufgefüllt und uns dort ein ausgiebiges Sonnen- / Meeresbad gegönnt. Wir hatten tagsüber zwar blauen Himmel, jedoch einen strammen kühlen Wind vom Meer. Die Temperatur stieg somit nicht weit über 20°C. Das Wasser hingegen war in der Bucht sehr warm. Angenehm sind auch die vorhandenen Einrichtungen (Aufsicht, WC, Duschen, Spielplatz, Grillstelle). Da es Sonntag war, waren wir nicht alleine und die überwiegende Sprache ist spanisch.



Nachmittags
haben wir San Diegos Küsten abgefahren und das National
Monument Cabrillo bestaunt. Die
Besichtigung dieses optimal gelegenen
Aussichtspunkts mit dem alten Leuchtturm lohnt sich wirklich. Ab
halb sechs ist der Himmel (wie jede Nacht) mit dunklem Nebel
zugezogen.
Abends waren wir in Oceanside beim Outback Steak essen. Da man bei den Walmarts in Oceanside nicht so gerne gesehen scheint, sind wir wieder zurück zu Ralph nach Carlsbad um dort die Nacht zu verbringen.
18.07.
In dichtem Nebel sind wir die Stunde nach Norden gefahren (da fast alles Sperrgebiet ist, kann man eh nur die 5 nehmen) und waren kurz vor Mittag bei Butz vor der Tür.
Dort war das Wetter wie immer wunderschön. Da Beide arbeiten waren, sind wir in diverse Geschäfte am Market Place zum Einkaufen gegangen und haben wirklich noch die Heeleys für Natalie und Tanja gefunden.
Gar nicht so einfach damit zu fahren.
Nachdem Jim aus der Arbeit kam, sind die Kinder noch in den Pool und wir haben uns über die Rundreise unterhalten und unsere fast 2000 Bilder angesehen.
19.07.
Universal Studios
Nach einem ausgiebigen – frühen - Frühstück mit festem Boden unter den Füßen, sind wir nach Hollywood gefahren und waren um ca. 10:00 im Filmpark.
Natürlich ist auch dieser Erlebnispark eine besondere Attraktion und ein Pflichtpunkt im Los Angeles Programm und ein Vergleich mit Sea World aufgrund der Unterschiedlichkeit nicht möglich.
Trotzdem muss man sagen, dass Sea World bei weitem professioneller organisiert ist, einen zusammenhängenden Park darstellt und die weit anspruchsvolleren Shows anbietet. Den Universal Studios, die diverse einzelne technisch anspruchsvolle Attraktionen anbietet, merkt man die Platzprobleme zu deutlich an. Es ist zu dicht gebaut, wirkt eng und gedrängt und die Menschen werden nicht ausreichend gesteuert.
Wissen muss man jedoch, dass auch hier ein Kinderspielplatz ist, bei dem sich die Kinder richtig durchnässen.
Ein erlebnisreicher Tag mit Shows, guten Fahrgeschäften und der Filmtour war dann auch genug für uns, so dass wir nach Schließung den Rückweg angetreten haben.
Für die Nacht haben wir uns auf den Ralph Parkplatz gestellt.20.07.
Das Wasser lieben
Für den vorletzten Tag haben wir uns die Entspannung an einem der schönsten Strände ausgesucht.


Nach
dem
Ausschlafen auf dem Parkplatz sind wir direkt zum Corona Beach
gefahren, der direkt südlich an Newport
Beach angrenzt.
Hier hat man die Kombination von schönem Strand in gehobener, gepflegter und sicherer Umgebung bei ausreichend temperiertem Wasser.
Der Strand ist von diversen Lifeguards bewacht und abgesichert.
Direkt vor dem Strand kreuzen Ausflugschiffe herum, die dort Wale im Meer beobachten.
Die Sonne lachte uns nur so an, so dass wir bedenken hatten, so ohne weiteren Sonnenschutz. Nicht ganz zu unrecht.
Trotzdem haben wir die Zeit bis 16:00 Uhr am Strand voll ausgenutzt. Dabei wurde auch eine tote Qualle aus dem Meer gefischt.
Bodysurfing war bei Allen angesagt. Selbst Sabine hat bei mehreren Aufenthalten im Meer Gefallen an den Wellen gefunden.




Danach
ging es
direkt in den Pool bei Butz.
Zum Dinner war ein Barbecue mit Sarah und Alfonso geplant.
Butz hat sich mit vielen Speisen für diesen Abend vorbereitet.
Neben Hamburgern und Hot Dogs gab es gegrillten Mais, Nudelsalat. Zum Nachtisch war Kuchen und Eis (hat Tanja ausgesucht) vorbereitet, wofür wir eigentlich gar keinen Hunger mehr hatten.
Bis um 23:00 Uhr saßen wir (bzw. schwammen die Kinder) im Pool.
21.07.
Abschluss am Meer
Nach einer weiteren Nacht vor Ralph hat uns Butz ein ausgiebiges Frühstück aufgetischt.
Für den letzten Tag haben wir uns dann für einen weiteren Strandtag mit Butz und Emmely (Stephanies Tochter) entschieden.
Butz hat einen heftigen Sonnenbrand davon getragen.
Das Wetter und die Wellen waren noch schöner als am Vortag. Zum Glück hatte uns Stephanie ihren Sonnenschirm ausgeliehen, sodass wir zumindest etwas Schatten hatten.
Während Sabine - und ab und zu auch ich – die Koffer im glühend heißen Wagen gepackt und das RV gereinigt haben, haben die Kinder zuerst mit Stephanies Kinder gespielt und dann wieder im Pool vergnügt.
Zum Abendessen waren sie kaum aus dem Wasser zu bekommen.
Nach Salatteller und Fleisch mit Nudeln gab es wieder Nachspeisen ohne Ende. Kuchen, Eis, Wassermelone und wunderbare frische Kirschen.
Danach ging Jim mit Julian einen Softball kaufen, so dass er nun zu Hause üben kann.
Die Nacht nach diesem heißen Tag haben wir gemeinsam bei Butz verbracht.
22.07.
Heimflug
Alle sind pünktlich und ausnahmsweise ohne Ärger aufgestanden und haben sich angezogen.
Wieder ein ausgiebiges Frühstück, Packen der Reste und um 09:00 wie geplant Abfahrt zur Mietwagenrückgabe.
Völlig
problemlos verliefen die
Fahrzeugrückgabe, der bereits bereitstehende Transfer zum
Flughafen, das Einchecken und die Sicherheitskontrollen, so dass
wir schon fast 5 Stunden vor Abflug am Gate
waren. Der Zutritt
zur winzigen Lounge wurde uns nicht gestattet, so dass wir die
Zeit am Gate
verbringen 

mussten.
Da aber noch viel am Bericht zu arbeiten und Strom verfügbar war konnten wir die Zeit so überbrücken, dass es kaum langweilig wurde.
Nachdem wir pünktlich das Flugzeug bestiegen hatten und startbereit waren, wurde ein Unwetter östlich von Los Angeles gemeldet, so dass wir mit einer Stunde Verspätung starten mussten.


Nach
dem Start
den letzten Blick auf die Stadt und die Küste.
Aufgrund des zu nehmenden Umweges konnten wir einen Teil unserer Route von oben besichtigen. Newport Beach mit unserem Strand, den Salzsee, die Dattelplantagen, die Wüsten um den Yoshua Tree, die bewässerten Felder und die Canyons.
Unser Anschluss in München war nicht mehr zu erreichen.
Da der Flug für uns bereits umgebucht war, war dies recht unproblematisch. Allerdings hat nur die Hälfte des Gepäcks den Weg mit uns gefunden, so dass wir ohne Koffer nach Hause gehen mussten. Um 02:00 Uhr wurden sie dann letztendlich nachgeliefert.
Das war dann das endgültige Ende der Reise
Bilder und Links in deutlich reduzierter Qualität. Originalqualität aller Bilder unter:
Allgemeine Hinwiese:
Wir hatten uns für einen C30 von Cruise America entschieden.
Cruise America ist die größte und günstigste Kette. Wenn man sich jedoch für diesen Vermieter entscheidet, sollte man das bewusst machen.
Der Hinweis, dass bei Buchung des Early Pickup neuwertigere Fahrzeuge ausgeliefert werden traf bei uns voll zu. Wir waren die zweiten Nutzer.
Die Aufteilung und Einrichtung ist auf das Campen ausgelegt und das Erforderliche i.d.R. vorhanden (aber nur das!!)
Das Fahrzeug bietet reichlich Stauraum im Unterboden. (Nicht Wasserdicht)
Allerdings ist die Verarbeitungsqualität überall im Fahrzeug miserabel.
Die Schubladen und Türen gehen beim Fahren sofort auf, Teile lösen sich; Klappen klemmen und sind schief montiert, der Tisch hat sich sofort aus der Wand gelöst, …
Deshalb unbedingt diverses Kombiwerkzeug mitbringen, damit kleinere Reparaturen selbst durchgeführt werden können.
Außerdem ist daran zu denken, dass das Fahrzeug keine Stützen hat, so dass grundsätzlich ein ebener Platz gesucht werden muss. Außerdem schaukelt das RV ständig, sobald sich Einer beim Schlafen umdreht.
Trotz Kitchen- und Personal-Kit (über ein Mitbringen aus Deutschland bzw. Beschaffung vor Ort sollte man ernsthaft nachdenken) bleibt die Ausstattung spartanisch. Besonders vermisst man ein großes Küchenmesser, Schere, Kunststoffbrett, extra Teller, Kunststoffdosen (Kühl / Gefrier / Mikro) und einen Sonnenschutz
Das Fahrzeug ist zwar für 6 Personen ausgelegt, hat jedoch nur 4 Plätze zum Essen zur Verfügung; deshalb bitte an Campingstuhl denken.
Man ist zwar in USA, Cupholder für Getränke während der langen Fahrt sind jedoch Fehlanzeige; lediglich der Fahrer hat einen im Zugriff.
Und bitte große Taschenlampe nicht vergessen. Die kann man immer wieder gebrauchen.
Übernachten kann man eigentlich überall wo es nicht verboten ist (außer Innenstädte). Wir haben deshalb Campingplätze gemieden. Besonders bieten sich Raststätten, Truckstopps und Großmarktparkplätze an.
Wichtig ist nur, sich um das Wasser zu kümmern. Tankstellen knausern unheimlich mit Frischwasser. Deshalb jede Gelegenheit nutzen, das Frischwasser aufzufüllen. Die Kapazität ist eher knapp bemessen.
Das normale Abwasser (grau) reicht für ca. 2-3 Frischwasserfüllungen.
Das WC-Abwasser muss bei sparsamer Nutzung nur jedes dritte Mal mit grau entleert werden. Nicht öfter leeren, da jedes Mal die teure Chemikalie aufgefüllt werden muss.
Die Nationalparks und die Visitor Informationen bieten oft kostenlose Wasserver- und -entsorgung an.
Das Fahrzeug selbst fährt sich mit dem recht guten Zugmotor ganz ordentlich. Es ist eher auf PKW-Stil ausgelegt. Man darf jedoch nicht vergessen, mit einem weich gefederten LKW mit großer Seitenfläche mit bis zu 130km/h durch die Gegend zu fahren.
Den Kraftstoffverbrauch haben wir lieber nicht ausgerechnet.
Mit $100 / Fahrtag, an dem man Stracke macht, liegt man ganz gut.
Auch im Fahrzeug ist die Ausstattung sehr spartanisch. Keine elektronischen Fahrhilfe und eine nicht regelbare und immer falsch blasende Klimaanlage.
Besondere Gedanken sollte man sich im Vorfeld über die Stromversorgung machen.
Viele Verbraucher mit Akku-Betrieb müssen versorgt werden (Foto, Camera, PC, Handy, …). Die Fahrzeuglichtmaschine liefert reichlich ungenutzte Energie. Allerdings ist im gesamten Aufbau keine 12V Steckdose verfügbar. Die 110V Steckdosen sind nur beim (sehr teuren) Generatorbetrieb oder am guten Campingplatz (waren wir nicht) verfügbar. Zwei 12V Steckdosen befinden sich im Führerhaus. Wir haben uns unsere Energie mit einem 12V Verlängerungskabel und einem 12V -> 220V Spannungswandler beschafft und waren somit immer mit Strom versorgt (sehr empfehlenswert!).
Ein weiteres Ärgernis ist die zwingend erforderliche Klimaanlage im Wohnraum.
Sie soll zwar regelbar sein, liefert aber viel Zugluft und immer die falsche Temperatur.
Trotz Tribandhandy waren wir nur in der Nähe der großen Metropolen und in Kalifornien auf Empfang. Die überwiegende Zeit war Funkstille.
Die Benzinprise spreizen regional, aber auch an einem Ort sehr stark. Die geringsten Preise hatten wir in Salt Lake City; ansonsten sind die Preise im Süden am höchsten.
Email: Michael@RauchPrivat.de